Vortrag von ludloff+ludloff im KAP Forum

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Seit 2007 führen Laura Fogarasi-Ludloff und Jens Ludloff ein gemeinsames Architekturbüro in Berlin und haben sich seitdem mit ihren Gestaltungskonzepten einen Namen gemacht. Für ludloff + ludloff stehen Fragen der Wahrnehmung und der sinnlichen Qualität der Architektur im Mittelpunkt ihrer Arbeit. Räume und Raum werden bei ihnen nicht unbedingt durch Wände definiert; vielmehr sind es Materialien und der Kontrast zwischen diesen sowie Farben, die Atmosphäre schaffen und so distinkte Raumeindrücke entstehen lassen. Im eigenen Haus FL in Berlin etwa, in dem sich auch die Büroräume ludloff + ludloff befinden, wurden ungewohnt konturierte kräftige Farben mit unbehandeltem Sichtbeton und Glattputz kombiniert. Nicht Türen sondern kontrastierende Oberflächen und Farbigkeiten bilden die Schwellen zwischen Zonen für Wohnen und Arbeiten.

 

Ebenso wie die Grenzen zwischen derartigen Nutzungen scheinen in den Projekten auch die Grenzen zwischen Gebäude und Umgebung verwischt. Zum einen kommen dabei verglaste Fassaden zum Einsatz, die wirksam optische Verbindungen zwischen Innen- und Außenraum öffnen. Zum anderen arbeiten ludloff + ludloff mit subtileren Mitteln. So finden auch durch die Ausstattung der Innenräume natürliche Elemente Eingang in ihre Projekte, wie beispielsweise bei der Mensa der Schule auf dem Tempelhofer Feld in Berlin. Dort wird der umgebende Baumbestand im Inneren durch Holzelemente in abstrahierter Form aufgegriffen und fortgesetzt. Während diese Holzspanten an der Decke der Mensa noch Teil des Tragsystems sind, verweisen ihre Pendants an der Rückwand auf eine rein ästhetische Geste, mit der die Gestaltung und Einheit des Raumes schlüssig wird.

 

Oft scheint sich aber die Architektur selbst regelrecht in der Umgebung aufzulösen: Mit einer textil verkleideten Fassade aus silikonbeschichtetem Glasgewebe reagiert etwa das Forschungs- und Entwicklungszentrum der Sedus Stoll AG in Dogern auf sich ändernde Lichtsituationen und scheint mal wie ein kompaktes Volumen, mal leicht, transparent und fast immateriell. Dabei ist das Gebäude nicht als Solitär konzipiert, sondern vermittelt in Gestalt wie Formensprache zwischen der angrenzenden zweigeschossigen Wohnbebauung und dem über 30 Meter hohen Hochregallager des Unternehmens.

 

Einen Einblick in ihre Gestaltungsauffassung geben Laura Fogarasi-Ludloff und Jens Ludloff am 26. April 2012 im Kölner KAP Forum.

 

Laura Fogarasi-Ludloff und Jens Ludloff,

Ludloff + Ludloff Architekten BDA, Berlin 
Vortrag 
im KAP Forum, Köln
26. April 2012, 19 Uhr
Eintritt frei; Anmeldung erbeten unter 
anmeldung@kap-forum.de

www.kap-forum.de

 

Abbildungen:

Portrait: Werner Huthmacher 

Turnhalle auf dem Tempelhofer Feld, Berlin, 2011 
Fotograf: Jan Bitter

Mensa auf dem Tempelhofer Feld, Berlin 2009 
Fotografen: Werner Huthmacher, Christian Gahl

Forschungs- und Entwicklungszentrum der Sedus Stoll AG, Dogern, 2010
Fotograf: Jan Bitter

Haus FL, Berlin, 2008
Fotografen: Jan Bitter, Burkhard Peter

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