Um das ungewöhnliche Thema wachsender Konstruktionen geht es am 4. Mai im DAZ in Berlin: Die Baubotanik steht für einen Ansatz, mit lebenden Pflanzen zu konstruieren. Der Begriff wurde am Institut Grundlagen moderner Architektur und Entwerfen IGMA der Universität Stuttgart entwickelt. Es ist daraus ein komplexes, interdisziplinäres Forschungsgebiet für Architekten, Ingenieure, Geistes- und Naturwissenschaft-ler entstanden. Die Baubotaniker Ferdinand Ludwig und Hannes Schwertfeger gründeten 2007 die „Entwicklungsgesellschaft für Baubotanik“, aus der 2010 das Entwurfsbüro Bureau Baubotanik und Baubotanik Ferdinand Ludwig hervorgingen. Aus unterschiedlichen Perspektiven berichten sie im DAZ über die aktuelle baubotanische Praxis und Forschung: Pflanzen oder Pflanzenteile werden als Konstruktionselemente zu einer baulichen Struktur zusammengefügt und gleichzeitig zu einem Gesamtorganismus verbunden. Da das Pflanzenwachstum aber nie „fertig“ ist, sind baubotanische Konstruktionen auch in ihrer „Vorläufigkeit" als fragile Architekturen zu begreifen, zu entwerfen und zu pflanzen.
DAZ-Vortragsreihe „Visionen und Visionäre“
Aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen werfen die komplexe Frage auf, wie wir in Zukunft leben wollen. Für die zukünftigen Anforderungen an eine lebenswerte Umwelt brauchen wir visionäre, interdisziplinäre Lösungsansätze. Die DAZ-Vortragsreihe VISIONEN UND VISIONÄRE bringt daher Protagonisten verschiedenster Disziplinen zusammen, deren Ideen und Visionen nachhaltig Inspiration für eine zukunftsfähige Architektur und Stadtplanung bieten.
Ferdinand Ludwig / Hannes Schwertfeger
Baubotanik: Wachsende Konstruktionen – Fragile Architektur Vortrag in der Reihe Visionen und Visionäre
04. Mai 2011
Vortrag im DAZ Taut Saal, 19.00 Uhr
Eintritt frei. Um Anmeldung an mail@daz.de wird gebeten
www.daz.de www.baubotanik.de Foto: Ferdinand Ludwig