Zwischen Kochen und Wohnen
War die Küche früher ein geschlossener Raum, öffnet sie sich heute mehr und mehr dem Wohnbereich. Wir werfen einen Blick auf hochwertige Interior- und Designkonzepte, die im September entlang der „Küchenmeile“ vorgestellt wurden.
Als reiner Funktionsbereich war die Küche lange ein geschlossener Raum. Seit einigen Jahren gibt es allerdings den Trend, diesen Raum mehr und mehr offen und wohnlich zu gestalten. Auf der Küchenmeile A30, bei der im September 2010 diverse Hersteller Interior- und Designlösungen rund um die Küche vorstellten, gingen einige Konzepte noch weiter.
Gemeinsam mit Hadi Teherani hat der Premium-Küchenhersteller Poggenpohl das Küchenkonzept „+Artesio“ entwickelt, bei dem Möbeldesign, Wand, Boden und Decke architektonisch miteinander verschmelzen. „Wir wollen uns künftig nicht allein auf Räume beschränken, die von der Architektur vorgegeben sind. Wir wollen Lösungen aus der Architektur heraus gemeinsam mit Architekten entwickeln.“ so Elmar Duffner, Geschäftsführer von Poggenpohl. Beim neuen Konzept spannt sich ein großer offener Bogen in den Wohnraum hinein. Küchenschränke werden nicht in vorgefertigten Räumen an die Wand gehängt, sondern umfassende Gestaltungsmöglichkeiten geboten, die auch den Boden und die Decke mit einbeziehen. Im Idealfall sollten sich Architekt und Küchenplaner bereits bei der Wohnungsplanung zusammensetzen und diese Gestaltungsmöglichkeiten diskutieren. Die neue Poggenpohl-Küche lässt sich indes auch in vorhandene Wohnsituationen integrieren. Ebenfalls angeboten werden – gestalterisch passend – ein Esstisch, passende Stühle, eine Eckbank sowie eine Bank aus dunkler Pinie.
Auch das Küchen-Wohn-System von Warendorf soll Kochen und Wohnen zu einer Einheit verbinden. Die fließenden Übergänge zwischen Küche und Wohnen werden einerseits durch das dezente Design der Fronten, die Kombination und Farbgestaltung der Materialien wie Edelstahl, Mattglas, Edelfurnieren und Lack sowie durch das eingesetzte Beleuchtungssystem erreicht. Mit dem Küchenkonzept „Starck by Warendorf“ werden Wohnelemente wie ein bibliothekartiges Regal in die Küche integriert. Das Konzept besteht aus unterschiedlichen Design-Lösungen, die sich in verschiedenen Material-Kombinationen gestalten lassen. Das Programm beinhaltet ebenfalls Funktionstische, die sich jeder dieser Varianten zuordnen lassen, aber auch als Einzelobjekte angeboten werden. So ist das Konzept ein Baukastensystem aus Kücheneinrichtungen und Einzelmöbeln, das zahlreiche Möglichkeiten der Raumgestaltung bietet. Bewusst wurde dabei auf Griffe jeglicher Art verzichtet, die Geräteoptik tritt in den Hintergrund.
Eine Kombination von Designarmaturen und LED-Technik zeigte der schweizer Armaturenhersteller KWC auf der Küchenmeile. Die halbautomatische Edelstahl-Armatur „USO“, die sich beispielsweise als Ergänzung zur „normalen“ Küchenarmatur am Spültisch eignet, basiert auf einer Sensortechnologie, reagiert auf eine kurze Berührung des Auslaufs und zeigt über Farbsignale die Wassertemperatur an. Nach zehn Sekunden stellt das Wasser automatisch ab. Auch die Armatur „ONO touch light PRO“ ist mit High-Tech ausgestattet. Die Bedienung wird durch einen farbigen LED-Lichtring visuell umgesetzt: Einmal antippen und es fließt kaltes Wasser (blau), zweimal antippen bedeutet lauwarmes Wasser (orange) und dreimal antippen steht für heißes Wasser (rot). Die Bedieneinheit verfügt nicht nur über drei voreingestellte Wassertemperaturen und -mengen, sondern kann individuell abgestimmt werden. Ein leichtes Drehen genügt, um die Temperatur zu verändern. Die Wassermenge kann durch Drücken und gleichzeitiges Drehen reguliert werden. Zusätzlich zum fest installierten Bedienelement kann optional eine Wireless-Variante gewählt werden, die beliebig und flexibel platziert werden kann. Der Vorteil: Arbeitsabläufe lassen sich ergonomischer gestalten und bieten mehr Bewegungsfreiheit in der Küche.
www.poggenpohl.de
www.warendorf.eu
www.kwc.de




















