Vienna Design Week

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Schwerpunkte des diesjährigen Festivals sind unter anderem „Labor“-Gespräche zum Thema Plagiat und Open Sources, „Passionswege“ im Dialog mit Wiener Unternehmen sowie ein Blick auf die polnische Designszene.

Auf der Vienna Design Week 2011 gibt es acht Programmformate und einige Schwerpunkte. Die Leopoldstadt, der 2. Bezirk rund um das Volkert- und Aliiertenviertel und die Taborstraße ist diesmal der Fokusbezirk des Festivals. So wird im neuen Wiener „Stilwerk“ vom 30. September bis zum 9. Oktober das „Vienna Design Week Labor“ mit Gesprächen, einer Ausstellung sowie des vom Stilwerk vergebenen Recycling Design Preises untergebracht. Im Labor arbeiten dieses Jahr vier Designer bzw. Designbüros, die die Kuratoren Erwin K. Bauer und die Neigungsgruppe Design (Tulga Beyerle und Lilli Hollein) ausgewählt haben. Unter dem Titel „copyright copyleft“ sind sie dort live tätig, um Einblick in ihre Arbeit zu geben. Sie gehen dabei der Frage des geistigen Eigentums zwischen Plagiat und Open Sources in den Bereichen Produkt- und Grafikdesign nach. Jeden Abend um 17.30 Uhr findet ein „Labor-Gespräch“ zu diversen Themen und mit den teilnehmenden Entwerfern statt.

Gastland der diesjährigen Vienna Design Week ist Polen. Die polnische Designszene wird durch die Ausstellung „Just a thing“, kuratiert von Agnieszka Jacobson-Cielecka, im Liechtenstein Museum und auch in allen anderen Programmformaten präsent sein. Die „Passionswege“ laden wiederum Designer und Designteams dazu ein, in und mit ausgewählten Wiener Unternehmen und herstellenden Betrieben unter besonderen Bedingungen zusammenzuarbeiten und sich auszutauschen. In einem knapp gesetzten Zeitrahmen entstehen aus diesem Dialog Arbeiten, Installationen und teils auch Produkte, die geprägt sind vom experimentellen Rahmen dieses Formats.

„Social Design” spielt in der Programmreihe „Carte Blanche“ eine wesentliche Rolle. Zum Beispiel will das Team von stadtpark, ein in Wien lebendes Designkollektiv mit polnischen Wurzeln, mit Guerilla Gardening mehr Bewusstsein für Pflanzen und Lebensmittel rund um den Volkertmarkt schaffen. Das Londoner Designteam PostlerFerguson, derzeit auch artist-in-residence am renommierten Victoria and Albert Museum in London, wird das Café Sonja in der Großen Schiffsgasse in ein „Pop-up-Lokal“ verwandeln.

Das 2009 etablierte „Vienna Design Week Debut“ ist ein Kooperationsprojekt mit dem James Dyson Award und der James Dyson Foundation. Das Format versteht sich als Plattform für fortgeschrittene Studierende und Young Professionals aus Produkt- und Industriedesign. Zehn von ihnen werden von einer unabhängigen Jury aus den österreichischen Einreichungen zum internationalen James Dyson Award ausgewählt, um ihre Arbeiten im Rahmen der diesjährigen Vienna Design Week präsentieren zu können. Wie bei den letzten Veranstaltungen findet das wieder an einem speziellen Ort statt, diesmal in einer ehemaligen Bank, gestalterisch adaptiert vom Designteam Vandasye.

www.viennadesignweek.at

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