London Design Festival 2011
Erster Anlaufpunkt für die meisten Besucher des London Design Festival ist das Victoria and Albert Museum. Es ist sowohl Informationszentrum als auch Veranstaltungszentrum und Ort für diverse speziell in Auftrag gegebene Design-Installationen. Darunter sind so spektakuläre Arbeiten wie Timber Wave von Amanda Levete oder das Textile Field der Bouroullec-Brüder für Kvadrat. Auch die regulären Ausstellungen des V&A dürften für das designaffine Publikum von Interesse sein: „The Power of Making“, kuratiert von Daniel Charny, und die vieldiskutierte Überblicksschau „Postmodernism“.
Mit Perspectives hat John Pawson eine optische Installation im Geometric Staircase der St. Paul’s Cathedral umgesetzt, die den Besuchern im wahrsten Sinne des Wortes neue Blickweisen eröffnet. Mit Unterstützung von Swarovski hat Pawson eine Meniskuslinse geschaffen, die am Boden des Treppenhauses in einer sehr viel größeren reflektierenden Hemisphäre platziert ist. In Verbindung mit einem in der Kuppel über ihr schwebenden Hohlspiegel ergeben sich für die Besucher am Boden außergewöhnliche Kollagen der unterschiedlichen Blickwinkel den Turm hinauf. Pawson ermöglicht es ihnen, wie er sagt, „to see beyond the level of the naked eye“.
In Covent Garden präsentiert der vielfach prämierte Designer Sebastian Bergne das erste Gewächshaus der Welt, das aus herkömmlichen Legosteinen besteht und seine Funktion dabei vollständig erfüllt.
Handwerk, Kunsthandwerk und Design vereinen sich im Origin Contemporary Craft Fair. 200 Hersteller präsentieren hier die volle Bandbreite der Disziplinen von Keramik, Möbeln und Glas bis zu Mode, Schmuck, Accessoires und Strickwaren.
Einen Überblick über 200 Unternehmen, Hersteller, Designer und Designkollektiven aus über 18 Ländern gibt Tent London. Zu sehen sind neueste Einrichtungsgegenstände und digitale Installationen arrivierter Namen neben Arbeiten aufstrebender Designer.
Vier Jahre lang durchlief die Gallery Libby Sellers als pop-up-Galerie diverse Stationen. Das diesjährige London Design Festival nimmt Sellers zum Anlass, die neue feste Adresse in Berner Street einzuweihen. Die erste Ausstellung in den neuen Räumen bestreiten Formafantasma mit ihrer ersten Schau in London.
Haunch of Venison zeigt zum London Design Festival Stücke des Londoner Designstudios Barber Osgerby, dessen Inhaber Edward Barber und Jay Osgerby zu den innovativsten Industriedesignern Großbritanniens gezählt werden und die die Olympische Fackel für die Spiele 2012 entwerfen werden.
Nach seiner erfolgreichen Premiere im Frühjahr auf dem Salone del Mobile in Mailand wird designjunction london auch beim London Design Festival führende britische und internationale Beleuchtungs- und Möbelhersteller präsentieren. Eindrucksvoller Veranstaltungsort mit über 2.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche wird das Victoria House im Zentrum Londons sein.
Unter der Führung von Tom Dixon und gesponsert von Derwent entwickelt sich The Dock auf einem ehemaligen Industriegelände an einem Nebenfluss der Themse zum Inkubator spannender Designentwicklungen. Während des London Design Festivals werden hier neben Ausstellungen, Workshops und Vorführungen Installationen der unterschiedlichsten Art gezeigt. Bespielt werden Innen- und Außenräume ebenso wie die Wasserfläche und sogar das Catering wird in den Designprozess miteinbezogen. Zu den über 25 Ausstellern gehören Aston Martin, Moooi, Lladro, The Floating Cinema, Print Club London, Designers in Residence, Piet Hein Eek und Innocent Drinks.
Zur Eröffnung der neuen Boutique in Sloane Street hat Fendi Studenten des Royal College of Art and British Design RCA eingeladen, besondere Schaufensterinstallationen zu schaffen, die die Aushängestücke der Marke ganz neuen Nutzungen zuführen.
London Design Festival
17. bis 25. September
www.londondesignfestival.com






