Inauguration des Pavillon 21 MINI Opera Space in München
Ziel des Entwurfs war es, innerhalb eines temporären, wiederaufbaubaren Pavillons einen Raum für 300 Sitz- bzw. 700 Stehplätze zu schaffen, der Ikonografie mit flexibler Funktionalität verbindet. Um den Widerspruch zwischen Leichtbau und akustischen Anforderungen zu lösen, bedient sich der Entwurf von Coop Himmelb(l)au geometrisch-räumlicher Elemente und schallmodellierender Oberflächen sowie des Prinzips des „Soundscaping“. Letzteres, ursprünglich eine musikalische Kompositionsmethode bezeichnend, war bereits in den 40er-Jahren von Le Corbusier und Iannis Xenakis auf eine Übertragbarkeit in dreidimensionale, architektonische Kompositionen hin untersucht worden.
Hinter der mit Spikes besetzten, im bewussten Kontrast zum historischen Bautenensemble stehenden Außenhülle öffnet sich ein offener, flexibel zu bespielender Raum, der den unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksmitteln keine Grenzen setzen und weit über den engeren kulturellen Rahmen hinausreichen soll: „Im Pavillon 21 MINI Opera Space“, so die Mitteilung der Bayerischen Staatsoper, „wird die Wechselwirkung zwischen der Art der Wahrnehmung in Theater und Architektur erfahrbar, so werden bereits bei seinem Betreten neue Schritte auf dem Weg des Musiktheaters im 21. Jahrhundert gegangen. Das Potential, das in der Wandelbarkeit dieser neuen temporären Spielstätte liegt, schöpfen nicht nur die Künstler, die eingeladen wurden, sie mit den unterschiedlichsten ästhetischen Formen und Mitteln zu bespielen und in ein szenisch-musikalisches Labor zu verwandeln. Es zeigt sich auch, wenn sich der Pavillon 21 MINI Opera Space am Morgen zum Yogastudio, in der Nacht zum Club, zur Bühne für eine Lesung oder zum Autokino verwandelt wird.“
Abbildungen: Markus Pillhofer
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